Abnehmen mit der hyperSKILL-Methode – und was die Gewichtsreduktion darüber hinaus über unser Wirtschafts- und Geldsystem erkennen lässt …

von Michael Weick.

Es war am letzten Tag des Jahres 2012. Der Verfasser saß mit einem Freund in Bayreuth beim Abendessen und sinnierte über gute Vorsätze für das demnächst beginnende neue Jahr. Diese waren schnell gefunden: Bei 1,76 m Körpergröße waren die 88,5 kg, die die Waage seit längerer Zeit anzeigte, einfach viel zu viel und sollten um 10 kg reduziert werden. Wie wäre es, die Erkenntnisse der hyperSKILL-Methode hierfür zu verwenden?

Das Problem: Können Sie sich noch an Ihren letzten Zoobesuch erinnern? Wenn ja, überlegen Sie doch einmal, wie viele übergewichtige Tiere Sie dort angetroffen hatten? Viele dieser Kreaturen fristen ein karges Dasein und werden in vielen Fällen daran gehindert, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen zu können. Ja, viele von ihnen können sich weniger bewegen als der gestresste Manager in seinem Chefbüro. Und doch wirken sie gesund und munter, solange ihnen eine artgerechte Ernährung gereicht wird. Hierfür ist eine Schar von Tierärzten und Pflegern zuständig, die stellvertretend für die Tiere die Verantwortung übernehmen. Einen Ernährungsberater sucht man hingegen im Familienrestaurant des Zoos vergeblich. Hier wird die Verantwortung für gesundes Essen offenbar von niemandem getragen, nicht einmal von den Gästen selber. Würde man sonst dort wie überall in der Republik auf übergewichtige Mitmenschen mit unterschiedlichen Ausprägungen treffen? Studien meinen herausgefunden zu haben, dass in Deutschland bis zu 75 % der Männer und 60 % der Frauen als zu dick gelten, da diese einen „Body-Mass-Index“ (kurz BMI) von größer 25 aufweisen und daher per Definition als übergewichtig und ab einem BMI von 30 als fettleibig gelten. Damit soll Deutschland einen Spitzenplatz in Europa einnehmen. Und nachgewiesenermaßen liegt der Anteil an professionellen Bodybuildern, die naturgemäß einen erhöhten BMI bei geringem Körperfettanteil aufweisen, deutlich unter diesen Prozentwerten …

Die Lösung: Wie in meinem Text über Traumwelten angedeutet, interessieren sich Konsumenten nicht primär für die Funktion ihres Körpers und geben daher zu leicht Produzenten und Anbietern die Schuld für die Misere. Manch einer wittert gar eine Verschwörung, wenn er sich  hauptsächlich von Fastfood, Cola und Schokoriegeln ernährte und dabei krank und fett wurde… Dabei braucht es nur eine Kehrtwende um 180° und die Anbieter der „schlanken Linie“ stehen mit ihren „Light“-Produkten, Diäten und halböffentlichen Verwiegungen Gewehr bei Fuß. Wusste jemand nicht zu sagen, weshalb es zum katastrophalen Übergewicht kam, so wird er auch die Mechanismen des wundersamen Fettverlustes kaum nachvollziehen können und der sogenannte „Jo-Jo-Effekt“ ist quasi vorprogrammiert. An dieser Stelle setzt die hyperSKILL-Methode an, indem die Funktionen unseres Körpers systemisch analysiert und aus den gewonnenen Erkenntnissen intelligente Strategien abgeleitet werden können.

Unser Körper benötigt als energetisches System den kontinuierlichen Zufluss von externer Energie, die ihm vorzugsweise durch die Aufnahme von Nahrung zugefügt wird. Das hat zur Folge, dass Essbarem seit eh und je ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Will man jemandem etwas Gutes tun, so lädt man ihn zum Essen ins Restaurant ein oder backt ihm einen leckeren Kuchen… Wie grundsätzlich bei jeder Energievermehrung wird auch diese mit einem guten Gefühl belohnt und an dieser Stelle liegt die Krux, beispielsweise wenn dieser Mechanismus – vergleichbar mit allen Formen von stoffgebundenen Süchten – zum „Stimmungsmanagement“ genutzt wird…

Wie am Beispiel mit den schlanken Zootieren gezeigt, liegt der Schlüssel für den Abnehmerfolg in erster Linie bei der Ernährung. Über 26.000 Bücher sind hierzu im Buchhandel käuflich erwerbbar, ein Indiz dafür,  dass dieses Thema bereits erschöpfend erforscht wurde und den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Einzelne Aspekte hingegen sind weniger bekannt, wie das Wissen um die Wichtigkeit des Zeitpunktes der Nahrungsaufnahme:

Morgens sind die Kohlenhydratspeicher geleert und das Gehirn verlangt nach diesen. Als Schaltzentrale unseres Systems ist das Gehirn im besonderen Maße von Glukose, also Zuckermolekülen, als primärer Energiequelle abhängig. Da Gehirnzellen keine Kohlenhydratspeicher aufweisen, ist eine kontinuierliche Versorgung mit kohlenhydratreichen Lebensmittel durchaus wichtig. Führen wir daher am Vormittag unserem Körper genügend Kohlenhydrate in Form von Vollkornbrot, Müsli oder Weizenkleie zu, so besänftigen wir unser Gehirn, indem wir ihm das anbieten, was es von Natur aus benötigt. Enthält demnach unser Frühstück genügend hochwertige, komplexe Kohlenhydrate mit einem hohen Anteil von Ballaststoffen, so ist das Gehirn die nächsten 24 Stunden gut versorgt und zufrieden. Überschüssige Zuckermoleküle im Blut werden durch das Hormon Insulin abgebaut, indem diese als Fett gespeichert werden. Mittags könnte eine leichte Mahlzeit mit Frischobst, Salat, Gemüse und magerem Fleisch oder Fisch genossen werden. Ab 16:00 Uhr sollte die Ernährung ausschließlich aus eiweißhaltigen Lebensmitteln, wie Hüttenkäse, magerem Fleisch und Fisch oder einem Eiweißshake aus dem Mixer bestehen. Der große Vorteil von Eiweiß ist, das dieses den Körper lange sättigt und nicht in Fett umgewandelt wird. Darüber hinaus bewirkt Eiweiß auch keine Insulinausschüttung im Körper, wie sie nach jeder kohlenhydrathaltigen Mahlzeit erfolgt. Idealerweise wird dem Körper nach 18:00 Uhr dann nichts mehr an fester oder flüssiger Nahrung zugefügt. Befindet sich somit kein Insulin im Blut, wird später in der Nacht – für viele zum ersten Mal seit langem – das menschliche Wachstumshormon ausgeschüttet, wodurch sich der  Regenerationsprozess im Schlaf maximiert. Während andere sich dieses wundersame Hormon für teures Geld beim Arzt spritzen lassen, können wir es mit diesem einfachen Trick selber produzieren und die Wirkung komplett ohne Nebenwirkungen genießen.

Nur unsere Muskeln sind in der Lage, gespeichertes Körperfett in Körperwärme und Arbeitsleistung umzuwandeln, wodurch der Körperfettanteil gesenkt und infolgedessen das Gewicht reduziert werden kann. Dieser Prozess benötigt auch in Phasen der Ruhe und Entspannung Energie, beispielsweise während des Schlafens. Diese Energiemenge ist als Grundumsatz bekannt und liegt bei jedem Menschen etwas unterschiedlich. Angenommen wird oftmals ein Grundumsatz von etwa 2.000 Kilokalorien pro Tag. Führt ein Mensch eine radikale oder einseitige Diät durch, so leeren sich nicht nur seine Fettspeicher, sondern nimmt parallel auch die Muskelmasse kontinuierlich ab. Dadurch verringert sich in der Folge auch der Grundumsatz beträchtlich. Bewegung, Muskeltraining und eine eiweißreiche Ernährung stellen probate Wege dar, diesem Muskelabbau entgegen zu wirken. Der Vorgang der Fettverbrennung lässt sich zusätzlich durch einen natürlichen Eiweißstoff namens L-Carnitin optimieren, von dem während des Programms dem Körper täglich am Morgen bis zu 2.800 mg  oral zugefügt wurden.

Unser Körper kennt – entwicklungsgeschichtlich gesehen – nur natürliche und wenig behandelte Lebensmittel und diese haben zumeist eine viel geringere Energiedichte als durch menschliche Arbeit verdichtete Nahrungsmittel. Deswegen dauert es eine gewisse Zeit, bis unser System uns durch ein Sättigungssignal mitteilt, dass die Nahrungsaufnahme beendet werden sollte. Um dem Körper die Möglichkeit zu geben, diese Instinkte wieder zu reaktivieren, sollten wir anfangs unser Essverhalten mit unserem Verstand kontrollieren. Gestehe ich beispielsweise meinem Körper eine tägliche Energieaufnahme von 1.200 kcal zu, so werde ich die Lebensmittel viel bewusster auswählen, um genügend große und sättigende Portionen davon essen zu können. Automatisch verändert sich dabei die Ernährung von hochkalorischen Speisen zu einfacheren und weniger verdichteten Lebensmitteln. Um jedoch zu verhindern, dass sich der Körper an die verringerte Energiezufuhr gewöhnt, darf einmal pro Woche ein „Schlemmertag“ eingeplant werden, an dem nach Herzenslust alles genossen werden kann, wonach Gehirn und Körper gelüsten. An einem solchen Tag wäre selbst der Genuss von Bier, sprich reinen Kohlenhydraten, am Abend erlaubt… Auf diese Weise können je nach individuellem Stoffwechselniveau zwischen 0,5 kg und 2 kg Fett verbrannt und dauerhaft von der Gewichtsanzeige der Waage verbannt werden.

Um die Leber und die Nieren bei ihrer Entgiftungsfunktion zu unterstützen, empfiehlt es sich, zusätzlich viel Wasser, Kräutertee oder ungesüßten Kaffee zu trinken, wodurch auch ein mögliches Hungergefühl erträglicher wird.

Als Motivation und Kontrolle sollte man sich täglich gleich nach dem Aufstehen wiegen und die Werte in einem Notizbuch oder einer einfachen Excel-Datei dokumentieren. Es ist erstaunlich, wie exakt unser Körper auf unterschiedliche Bedingungen reagiert. Da auch alle eingenommenen Nahrungsmittel und Getränke notiert werden, kann man nach einigen Eingewöhnungstagen präzise jede Abweichung analysieren. Das Ziel ist jedoch, die Funktion des Körpers kennenzulernen, um nach den sechs Wochen intuitiv eine gesündere Lebensweise fortführen zu können, ohne bewusst mit dem Verstand immer kontrollieren zu müssen. Auf diese Weise braucht man auch den Jo-Jo-Effekt nicht mehr zu befürchten! Das setzt wie erwähnt voraus, dass wir uns selber sehr gut kennenlernen. Menschen bewerten unterschiedliche Bedürfnisse in ähnlicher Weise und jede Bewertung mündet in ein Gefühl, das weitere Aktivitäten nach sich ziehen wird. Jemanden, der aus Langeweile unkontrolliert Kartoffelchips und Schokolade verzehrt, zu einem Stressbewältigungskurs der örtlichen Gesundheitskasse zu schicken, könnte daher möglicherweise nicht die erhofften Resultate erzielen …

Falls Sie wissen möchten, wie das Programm bei mir gewirkt hat und welche Ergebnisse ich damit erzielen konnte: Am 53. Tag war der Körperfettanteil meines Körpers um 6,5% gesunken und das Körpergewicht um etwas mehr als 13 kg reduziert. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird es nun noch leichter sein, das Körpergewicht weiter zu reduzieren und dauerhaft zu halten.

Und was hat dieses nun mit dem eingangs geschilderten Wirtschafts- und Geldsystem zu tun? Eine Denkeinheit möchte ich Ihnen an dieser Stelle vorab anbieten: Wann immer ein natürliches Thema extrem kompliziert dargestellt und so getan wird, als sei dieses ausschließlich Experten vorbehalten, ist etwas faul und alle Alarmglocken sollten in uns läuten … Dieses gilt gleichermaßen für Gesundheit, Ernährung oder Sport wie auch für Geldanlagen, Versicherungen oder Kommunalpolitik … So gesehen kann selbst Abnehmen als kraftvolle Metapher dienen, vom reinen Konsumdenken hin zum Denken in Systemen zu wechseln.

Sollten Sie Interesse am geschilderten sechswöchigen Programm haben, so sind Sie herzlich eingeladen, dem Autor eine kurze Email zu schreiben. Er wird Ihnen umgehend die erwähnte Excel-Datei mit weiteren Erkenntnissen kostenlos zusenden.